
Der ritulelle Raum ist ein kreativer Raum symbolischer Handlungen.
Symbole sind „greifbar“, haben eine Form, eine Beschaffenheit und wir können mit ihnen konkrete Dinge tun.

Eines der wichtigsten Anliegen in unserer Arbeit ist uns die Rückverbindung mit der Natur. Es zählt zu den ergreifendsten und berührendsten Erfahrungen von uns Menschen wieder in den Kontakt mit ihr, die uns umgibt zu treten und sich dadurch als Teil eines größeren lebenden Organismus zu begreifen.
Die bewusste Begegnung mit der Natur gibt uns die Möglichkeit uns selbst mit ihren Zyklen und Rhythmen der Veränderung und Erneuerung zu verbinden. So erfahren wir von der Notwendigkeit aber auch von der heilenden Wirkung der Übergänge, die elementarer Bestandteil ihres Kreislaufs sind. Begegnen wir ihr in rituellem Rahmen, so betreten wir einen „heiligen Raum“ in dem alles, was wir erleben Bedeutung hat. Dabei wird die Natur zum Spiegel unserer Seele und hilft uns mit Hilfe von Symbolen uns selbst und unser Dasein besser zu verstehen.
Das Leben ist voll von Übergängen, das menschliche Wachstum ist durch Veränderung gekennzeichnet. Wir müssen von einer Lebensphase in die nächste überwechseln, ob uns das gefällt oder nicht. Nach dem Säuglingsalter kommt die Kindheit, dann die Jugend und schließlich die Welt der Erwachsenen. Wir heiraten, lassen uns scheiden, erreichen und verlieren Berufe und werden mit unvermeindlichen Krisen in der Mitte unseres Lebens und vor der Pensionierung konfrontiert und schließlich müssen wir uns auf das Sterben vorbereiten.
Seit jeher standen die Menschen an der Schwelle dieser Übergänge. In traditionellen Kulturen wurden diese Wechsel von einer Lebensphase in die nächste durch Übergangsriten und Initiationszeremonien gefeiert. Heutzutage sind traditionelle Übergangszeremonien bei modernen westlichen Menschen durch die zunehmende Trennung der zivilisierten Welt von der Natur nicht länger Bestandteil des Lebens.