Die Medizinwanderung ist ein ebenso altes Ritual wie die klassische Visionssuche. Sie dient der Fragestellung und Entscheidungshilfe, dem genaueren Nachspüren vorhandener Krisen. Traditioneller Weise wandert man fastend von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang in einem möglichst einsamen Gebiet.
Am Beginn und am Ende der Reise steht eine Schwelle (ein Stück Holz quer über dem Weg, ein Bächlein, etc.), die den Übergang in den „heiligen Raum“ darstellt. Im Spiegel der Natur geht man seinen Fragen nach und auch der Ablauf der Wanderung entpuppt sich oft als Spiegel des eigenen Lebens. Diese symbolische Sprache der Natur hilft einerseits die richtigen Fragen zu stellen oder die eigene Existenz (oft zum ersten Mal) zu betrachten und gibt andererseits häufig Hinweise auf mögliche Lösungen.
An diesem Tag kannst du erfahren, welche Medizin – welche Unterstützung – die Natur für dich bereithält.
Am Ende des Rituals werden die Erfahrungen der Teilnehmer geteilt und gespiegelt. Die Intention dabei ist es, den Teilnehmer in seinen Erfahrungen zu bestärken und zu bestätigen und die Inkorporation in den Alltag zu erleichtern.
Die Medizinwanderung ist auch als Einführung in unsere Arbeit gedacht und als Vorbereitung für eine Visionssuche bestens geeignet.